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Donnerstag, 7. Mai 2020

Verletzung & Heilung - holistisch möglich?

7.3.2020 - Samstag - Teil 1:
Es war kein optimaler Tag für Skifahren. Fast keinen Sicht auf dem Berg. Und es schneite den ganzen Tag. Ich bin Anfängerin im Skifahren und ich kann gut die blauen Pisten fahren. Die Aktivität bereitet mir sehr viel Freude, also ging ich Skifahren am Samstag. Insgesamt 35 km downhill. Die ersten 32 km mit fast null Sicht, die Kabine kam oben an und die Gebäude kam nur vor dem Eingang in Sicht, so nebelig war es überall! Um 15:50 auf der letzten Abfahrt (6 km lang) erschien kurz die Sonne, so für einige Minuten. Ich startete die Abfahrt wie gewöhnlich. Der Segment war nicht verarbeitet, überall nur Löcher, Wellen und Hügelchen. Ich sah für einige Minuten die Umgebung und das Terrain, wodurch ich in den letzten zwei-drei Stunden immer wieder runterfuhr. Meine Technique war viel besser geworden. Ich habe nachhinein die ganze Strecke auf dem Garmin Account analysiert: max. Geschwindigkeit 35 km/h, durchschnittlich war ich bei 26kh! Ziemlich ungewohnt für meinen Niveau in der Disziplin und besonders bei schlechten Wetterbedingungen! Bei etwa km 32 stürzte ich plötzlich. In den Sekunden des Sturzes sah ich das Gelenk der linken Knie vor meinem innerlichen Augen. Ich sah und spürte praktisch wie der Condylus Medialis Tibiae nach innen über den Condylus Medialis Femoris "rutschte" und schrie vor Schmerzen. Wäre der Ligamentum Collaterale Tibiale nicht stark oder elastisch genug, so wäre er geplatzt. Das Kniegelenk ist das größte Gelenk in unserem Körper und die meisten Skiunfälle betreffen es.

Ich war unfähig mich zu bewegen und blieb liegen. Normalerweise bin ich tapfer und habe viele Unfälle oder Situationen gut überlebt. Jetzt lag ich hilflos auf der Piste und wusste, dass der linken Unterschenkel sich in einer extrem komische Position befand. Es dauerte einige Minuten bis drei Kerle kamen und fragten mich, ob alles OK sei. Ich sagte "nein, ich kann mich nicht bewegen! Aber ich würde es versuchen .... " Tapf .... mit Hilfe von beide Männer stand ich jetzt wieder auf meinen Beinen. Was jetzt?!

Samstag - Teil 2 & der 1. Tag nach dem Unfall:
Ich blieb etwa drei Minuten stehen um die Situation zu bewerten. Wäre die Ambulanz nötig oder nicht? Ich hatte noch etwa drei bis vier Km Abfahrt bis zur Kabine und dann 1,3 km zu Fuß nach Hause und noch 3 Stockwerke ohne Aufzug bis in der Wohnung. Große Aufgabe! Es war alles noch warm, die Adrenalin hoch, also bewegte ich mich so schnell ich konnte. Mental und körperlich. Entschied mich auf die eigenen Beine zum Lift zu gelangen. Nahm der schmerzhaften Kniegelenk in den Hände, hielt ihn für einigen Sekunden und dann absolvierte ich die Abfahrt. Ich ging also nicht zum Notarzt. 

Die Nacht war mit wenig Schlaf und viele Schmerzen. 

Tag 1: keine Chance, gehen zu können. Der Knie war geschwollen, tat weg, aber der ganzen Bein tat weg. Musculus Gracilis (Schlankmuskel) tat höllisch weh! Dieser Muskel erstreckt sich über das Hüftgelenk und das Kniegelenk. Im Hüftgelenk beugt er den Oberschenkel und zieht ihn zur Körpermitte (Adduktion), im Kniegelenk beugt er den Unterschenkel und dreht ihn nach innen (medial). Also eine Leistenzerrung schmückte alles dazu. Rotationen des Unterschenkels waren möglich, sehr leichte Flexion und Extension auch - also so um 3% nur! Eine normale Dehnung des Beines verursachte große Schmerzen jedoch. Ich blieb meistens im Bett und bewegte mich nur absolut notwendig durch die Wohnung, da ich das und dies (Toilette, Küchenzugang) brauchte. Ich fing an der verletzten Bein als geheilt und normal vor meinen inneren Augen zu visualisieren und mich selbst wieder im Lauftraining auf Lanzarote :-) - ein Traum von mir, dort vielleicht in 2021 den IM zu starten.


2. Tag nach dem Unfall sah nicht viel besser aus. Einen tiefen schmerzhaften Hämatom im rechten Oberschenkel machte sich spürbar. Ich habe den Knie gemessen: der verletzen war 42 cm und der rechten Knie 37 cm. Natürlich war alles mit bloßen Augen zu sehen, aber nur so .... Ich dachte mir, kein Arzt kann mir jetzt helfen, ich muss noch warten. Ich war überglücklich, dass keine Fraktur entstand. Ich habe einfach nur das Gefühl, ich kann alles meistern und übernahm die Verantwortlichkeit für den ganzen Heilprozess. Nach etwa 40 Stunden nach dem Unfall entschied ich die 52 Treppen hinunter zu gehen, wollte den Biomüll raus aus der Wohnung. Ich schaffte bis unten in 3,5 Minuten und wieder hoch in 2,5 Minuten. Dann ging ich noch mal nach unten und wieder hoch, nur so, um alles zu spüren. Dann entschied ich mich (total verrückt!) einkaufen zu gehen, d.h. 1,3 + 1,3 km zu Fuß! Ich schaffte die Distanz hin in 50 Minuten durch Regen. Die Strecke war eigentlich nur die Motivation um meinen Bein besser zu spüren und so testete ich verschiedene Bewegungen. Die Leistenzerrung lässt mich nicht auf dem Bein vollständig zu stehen. Leichte Flexionen und Extensionen waren aber möglich - oder eher eine Illusion davon. Der Knie war noch warm und so legte ich kalte Kompresse drauf, mehrere Stunden. Am Abend fing ich an den ganzen Bein mental zu heilen und gleichzeitig die innere Muskulatur des Oberschenkels zu massieren. Dabei nahm ich eine Tamus-Salbe, die ich zufällig im Haus hatte. Dann erinnerte ich mich, ich hätte im Haus einen Massagekissen für den Nacken und einen für die Nieren. Und während ich Videos von Joe Dispenza anschaute und zuhörte, setzte ich die beiden Massagekissen ein, so gut ich konnte: der größeren für die Innenmuskulatur des Oberschenkels und der kleineren für den Hämatom. 45 Minuten lang. Ich schlief auf Heilungsmeditationvibrationen ein und in der Nacht, als ich aufwachte, startete ich einen Video mit Knieheilung-Subliminals und schlief wieder ein. Ich sah mich auf Lanzarote radfahren! Oder auf die Tenerrifa, egal. Gutes dunkles Asfalt streckte sich vor mir. Keine Autos, keine Menschen, nur das Lavadesert und am Ende ein Berg oder einen höheren Krater.

3. Tag nach dem Unfall: Die Nacht verlief besser. In der Früh hatte ich ein viel besseres Gefühl im Bein. Der dicke Knie war jetzt nicht mehr warm und bei der Messung kamen 40 cm zusammen. Ich konnte auf dem Bein gehen. Entschied mich aber den ganzen Vormittag doch im Bett zu bleiben. Es geht oft um die Angst, eine Sachen zu verschlechtern. Den ganzen Vormittag hörte ich wieder und wieder Seminare von Joe Dispenza und visualisierte mich wieder gesund und im Training. Es ist mir bewusst, dass die Genesung etwas Zeit in Anspruch nehmen wird, aber ich ist froh, dass alles doch nicht zu einem Gips oder OP führte. Ich trat dem mentalen Heilungsprozess ein. OK, Unfall, Schmerzen, Verletztung - aber nur eine leichte Verletztung die jetzt fast geheilt ist. Spät am Nachmittag konnte eich nicht mehr im Bett bleiben. Der Bein schien irgendwie mir zu sagen, er braucht Bewegung, Übung. Trotz des Schneeregens und der slow motion Bewegungen, entschied ich mich für einem Spaziergang. Ich absolvierte eine Strecke von 5,5 km und konzentrierte mich auf jede Bewegung des Beines. Ich ging alternativ 3 x je 50 m rückwärts, da die Muskel sich anders bewegen. Ich lief sogar 100 Schritte = 50 m. Es tat weh, aber es war möglich. Der Bein wurde insgesamt warm und wärmer. 
Der Regen wurde Schneefall über die Öde Landschaft und ich nahm Platz auf einer Bank. Ich betrachtete wie die Wassertropfen kleine Seen auf meinen regenfesten Hosen bildeten. Ich betrachtete die ganze Ruhe und Stille um mich herum und fühlte mich glücklich in meinem Unglück. Der Unfall kam ungünstig in meinem Leben, wo ich andere große Sorgen habe. Der kam vielleicht um meine Aufmerksamkeit zu lenken und in andere Denkweise mich zu führen. 
Am Abend wiederholte ich was ich am Abend zuvor gemacht hatte: die Massagen und die Visualisierungen des gesunden Beins sowie eine starke Meditation, die mich in Tränen brachte ..... Ich sehe mich wieder im Training und ich sehe mich auf Lanzarote. Unwichtig wann alles so wird, das Gehirn kennt keine Zeitparameter. Ich verfolge den Prozess.

4. Tag nach dem Unfall:

Leichter Spaziergang. Der Knie bleibt stark geschwollen und tut weh. Es sieht so aus, aus der Tibia-Kopf nach Innen geschoben wurde.

5. Tag nach dem Unfall:

Der Knie bleibt stark geschwollen. Hausarzt schickt mich zur Röntgen. Eigentlich unnötig, da beim Röntgen nur die Knochen sieht, die Sehnen und Bänder können nur bei MRI gesehen werden. Aber ist doch gut die Knochen zu sehen, der Knie sieht wirklich blöd aus und tut weh. Der Bein bekam eine Schiene, die ich jetzt zur Stabilisierung des Knies tragen soll, insbesondere in der Nacht. Heute ging ich 12 km zu Fuß, davon sechs mit der Schiene. Mühsam, ich war aber immer so ein braves Kind (Witz!!).
Diagnose steht auf dem Papier: vordere Kreuzband und innere Kreuzband wären zerrissen. Brrr .... irgendwie akzeptiere ich die Diagnose nicht und ich kann auch schwer erklären woher das kommt.
Ruptura ligamenti cruciati anterioris genus sinister = Riss des vorderen Kreuzbandes des Kniegelenks links

Bildergebnis für riss band knie anterior
Ruptura ligamenti collateralis medialis genus sinister = Riss des inneren Seitenbandes des Kniegelenks links
Innenbandriss

Das Innenband besteht aus drei unterschiedlichen Fasergruppen, die das Gelenk unterstützen sollen. Dabei reichen die vorderen länglichen Fasern vom Schienbein bis zum inneren Oberschenkelknochen. Die hinteren länglichen Fasern hingegen verbinden das Schienbein mit dem Innenmeniskus. Letztlich verbinden die hinteren kürzeren Fasern den Oberschenkelknochen mit dem Innenmeniskus.
Das Innenband hat gemeinsam mit dem Außenband die Aufgabe, das Gelenk zu stabilisieren und dessen Bewegung zu unterstützen. Dadurch werden ein aufrechter Gang und das ruckartige Bewegen des Unterschenkels ermöglicht. Ein gesundes, stabiles Innenband ist demnach für einen Fußballer von größter Bedeutung, da eine mögliche Instabilität durch Verletzungen das Laufen und Rennen sowie das Schießen des Balls nicht möglich wäre.Die Hauptaufgabe des Innenbands ist es, das Gelenk zur Seite hin abzusichern, damit die Knochen nicht seitlich aus dem Gelenk springen können. Es dient daher zusätzlich als Verbindungsbrücke zwischen den beiden angrenzenden Knochen. Im speziellen Fall des Kniegelenks verbindet es den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein.

6. Tag nach dem Unfall:
Der Knie bleibt noch geschwollen.
Heute heißt es recherchieren. Der Wunderarzt in Salzburg, der Kreuzbänder ohne OP heilte, ging ab Ende 2019 in Ruhe und nach 40 Jahren Erbrachten von Wunder in diesem Bereich hat er die Gabe niemanden anderen gelassen.
Visualisierung des gesunden Kniegelenks.
Zeichnung des gesunden Kniegelenks mit Heilfarben (A3-Format)

Meditation und Subliminals mit Fokus: innere Heilung, mind over matter (Dr. Joe Dispenza)

Einige Minuten auf einer Luftkissen - Knie testen, ob er ohne die Schiene weggeht oder doch stabil bleibt. Fraglich ....
Schmerzen bei Flexion und teilweise auch bei Streckung - alles in slow motion
Triggerpunkte im Knie identifizieren

7. Tag nach dem Unfall:

Der Knie bleibt noch geschwollen. Die Schiene wird in der Nacht eingesetzt.
Zeichnung des gesunden Kniegelenks mit Details (A3-Format)

Visualisierung des gesunden Kniegelenks. Fühlen, spüren.
Meditation und Subliminals mit Fokus: innere Heilung, mind over matter (Dr. Joe Dispenza)
Einige Minuten auf einer Luftkissen - Knie testen, ob er ohne die Schiene weggeht oder doch stabil bleibt. Fraglich ....
Schmerzen bei Flexion und teilweise auch bei Streckung - alles in slow motion
Triggerpunkte im Knie identifizieren.
5 Km gegangen. Gutes Gefühl dabei, 90% normaler Schritt ohne Schmerzen - eben mit der Schiene, natürlich!
8. Tag nach dem Unfall:
Der Knie bleibt noch teilweise geschwollen und Flexion ist schmerzhaft. Die Schiene wird in der Nacht eingesetzt.
Alles fühlt sich besser, wenn ich mich bewege. 
12 Km mit dem Fahrrad - 7-8 Min pro Km
9. Tag nach dem Unfall:
Der Knie bleibt noch teilweise geschwollen und Flexion ist schmerzhaft. Die Schiene wird in der Nacht eingesetzt. Letzte Nacht war nicht so gut, also die Idee mit dem Rad war nicht optimal.
Alles fühlt sich besser, wenn ich mich bewege. 
8,5 km langsam zu Fuß mit der Schiene beim herrliches Wetter. Drei Pausen unterwegs. Es war nicht optimal, aber auf so ein Wetter .... 
Region und ganzes Land hat gesperrt: Hotels, Unternehmen, Schigebiete, Restaurants, Bars, Schule, Kinderspielplätze, Seniorenheime, Besucher ins Krankenhaus, Jugendzentren usw. Tankstellen und Lebensmittelgeschäfte sind noch offen.

10. Tag (17.3.2020) nach dem Unfall - Mitte in der Koronavirus Weltweitkrise:
Der Knie bleibt noch teilweise zur Innenseite geschwollen und ich verstehe nicht genau warum. Flexion ist schwierig besonders wenn der Bein längere Zeit unbewegt bleibt. Wenn ich doch 1-2 Kniebeuge schaffe, dann kann ich den Knie leichter beugen. Genau so auch mit der Streckung. Über Nacht werde ich bei jeder Drehung wach und passe auf dem Bein auf.
Heute entschied ich Zuhause zu bleiben, obwohl das Wetter herrlich ist. Ich fuhr nur mir Lebensmittel zu kaufen, bevor auch diese Geschäfte zugesperrt werden.
Sonst bin ich mehreren Stunde auf dem Stuhl, ich habe meine Zeichnung beendet heute.
1 Stunde Massage mit Wärmefaktor mit der kleinen Massagekissen.
Am Abend die o.g. Meditation geführt, dabei bewusst auf das Gelenk fokussiert .... dadurch eingeatmet, es beim tanzen eingesetzt, viele Schritte und sogar Knie zum Brust durchgeführt. Heilung visualisiert und gespürt. Die Bänder sind ganz, die Bänder sind ganz, ich bin total geheilt!!
Was passiert während der Meditation eigentlich?
Ich spüre wie der ganzen linken Bein stark, sehr stark geströmt wird, ohne Witz!!! Es ist Gänsehaut und elektrische Strömung, fast unbeschreiblich .... ich bin fasziniert.....

11. Tag nach dem Unfall (18.03.2020):
Wie am Vortag.
2 Stunden massiert. Musculus Vastus Lateralis auch manuell massiert - hier gibt es Triggerpunkte für das Kniegelenk. Ich entdeckte keine Verhärtungen.
Ich würde gerne wissen, wie genau drinnen aussieht, warum die Schwellung und der Schmerz nicht zurückgehen. Weil ich unerklärlicherweise dauernd das Gefühl habe, die Bänder können leicht gerissen sein, aber die sind ganz (rupturenfrei!!). Ich versuche die Beule innenseitig "zu verstehen" :-), die tut weh, aua!!
Füßensohlen massiert :-), gut für die inneren Organe.
11 Km gegangen - 16 min / km, 200 m Steigerung. 
Chasing the mysticism at 8th km .... 10 min / km .... - keine Schmerzen!!
Sonnenuntergang - chasing the mysticism .... ich werde es später darüber erzählen.

12. Tag nach dem Unfall (DO, 19.3.2020):
Keine Schiene über Nacht, aber doch geschützt. Keine Schmerzen, Flexion geht ja bis 75% ohne Schmerzen. Ich beobachte .... und ich kann noch nicht fassen. Ich bin aber vorsichtig ..... 
Gestern - was ich mit diesem "chasing the mysticism" meinte:
Beim km acht setzte ich mich auf einer Wiese und blieb halbe Stunde. Ich zog die Schuhe aus. Ich wollte den direkten Kontakt mit der Erde. Ich erlebte die rhytmische Meditation im voller Kraft und dabei nahm ich den Knie in den Händen. Es ist schwierig nachzuvollziehen, wenn du selbst so etwas nicht erlebt hast. Ich war völlig im Prozess "verloren". Die Überzeugung, dass ich ein Teil der Heilung dabei erschaffe vieleicht. 
Nach halbe Stunde wurde mir langsam zu kalt und stand auf und ich merkte, dass ich keine Schmerzen mehr habe. Der Forstweg ging nach unten, was für den verletzten Knie nicht gerade optimal war. Keine Schmerzen. Ich blieb stehen und rotierte den Bein. Beugung ging bis 100°, die Streckung schmerzenfrei, Rotationen problemlos. Ich ging ein paar Schritte nach oben und nach unten, ich "suchte" den Schmerz. Ich lief vorsichtig bergab. Ich war mental sprachlos. Der folgenden Km (der 8.) erfolgte nicht mehr im 16 Minuten, aber in 10 Minuten. 
Dann war ich Mitte im Feld zwischen Bruck und Schüttdorf und der Sonnenuntergang ließ mich stehen. Ich fing an zu tanzen!! Auf die Melodie der Meditation. Ich tanzte hin- und her entlang von insgesamt zwei Kilometer, ich war außer mir und wollte für immer da bleiben und das unendlich erleben, was ich gerade erlebte!!! Ich improvisierte Bewegungen, wobei ich den verletzen Bein ein bisschen testen wollte, ein bisschen forcieren wollte. Sicher, ich spürte irgendwas, aber die Bewegungen waren fast normal, fast wie vor dem Unfall. Ich blieb stumm. Innerlich stumm. Ich beugte mich zu die Sonne, die gerade verschwand und leerte meinen Kopf. Keine Gedanken. Nur sein. Das Licht der Sonne blieb mir auf die Augen und die letzten 1.500 m bis nach Hause ging ich wie hypnotisiert und schmerzenfrei. Das war's ....

Zurück zum heute:

Ich entschied mich spät noch Mal draußen zu gehen um das Erlebnis von gestern zu wiederholen. Es war schon halb fünf. 11 Km gegangen - 12-14 min / km. Das mystisches Gefühl war vage heute .... alleine durch dem Feld von Bruck nach Zell, den gleichen Tanz wie gestern Abend .... diesmal war ich eine Stunde später dran. Kein Mond. Viele Sternen. Wunderschönes Wetter, herrlich und warm ...... Die Schmerzen sind wieder da, auch wenn nicht so stark. Der Knie ist noch geschwollen, aber weniger .... ich muss noch Geduld haben ..... ich experimentiere und beobachten.
1,5 Stunden am Vormittag massiert.
Nach dem Spaziergang langes Bad mit Meditation und Massage genommen - eine Stunde.
10.000 Tote wegen Corona Virus um ca 21 Uhr ...

13. Tag nach dem Unfall (FR, 20.3.2020):
Zu Hause geblieben. Etwa zwei Stunden meditiert, Knie massiert, Zellen angesprochen, visualisiert. Die Visualisierung von vorgestern auf dem Berg gezeichnet. Sehr gut gelungen und auch ziemlich schnell, 4-5 Stunden oder so, obwohl das war die 2. Zeichnung des Tages! Den ganzen Tag über "Mind over Materie" zugehört (Dispenza, Lipton, Braden).

14. Tag nach dem Unfall (Sa, 21.3.2020):
Genau zwei Wochen seit der Unfall sind vergangen. Die Bewegungsbeschränkung lässt nach. Schnecken-Geschwindigkeit, aber doch. Ab und zu ich spüre kleine Bewegungen im Gelenk.
Am Abend ging ich wieder auf dem Berg. Gleiche Strecke hin und verlängert zurück. Insgesamt drei Stunden aktive Meditation mit Joe Dispenza. Kein Mensch auf dem Berg. Ich war auch spät dran, erst um 16:30 gestartet. Warm. Ruhig. Chasing the mysticism for real. 12 km insgesamt. Die letze Stunde in voller Dunkelheit. Windig. Wind of Change in the Air.
Ich ging schlafen ohne die Schiene. Ich bin nicht sicher, dass eine gute Idee ist, kein Schutz, nichts. Die Sache ist aber, bei jeder Bewegung werde ich wach und das passiert seit einigen Jahren schon, es war nicht immer so. Ich schlafe fast nie durchgehend, leider.
Es regnet stark.

15. Tag nach dem Unfall (SO, 22.3.2020):

Etwas Schmerzen. Es wäre besser gewesen, über die Nacht die Schiene gehabt zu haben.  Aber keine Panik, keine Verzweiflung oder so. Ich kann mich alleine und vollständig ohne Unterstützung auf dem Stuhl/Bett hinsetzen! Ich kann all die 52 Treppen bis unten auch ohne Unterstützung und fast mit normaler Geschwindigkeit runter gehen!!

Sonnig, starker und sehr kalter Wind. Es fühlt sich unter Zero Grad.

Um halb zwei fuhr ich mit dem Rennrad weg!! Verrückt!! 27 km insgesamt. Bis Maishofen und retour auf der andere Seite des Sees.
Drei Stunden aktive Meditation. Sehr stark!! Heilung wie in der Zeichnung wieder und wieder visualisiert. Bein massiert. Sonnenbad in der Öde trotz des kalten Windes. Ruhig. Sehr wenige Menschen unterwegs, vielleicht knapp zehn gesehen. 
Ein faszinierender Tag!

Am Abend die Schiene eingesetzt, für alles Fälle :-) Das Experiment geht weiter. Was ich am 18. März erleben durfte gehört noch beschrieben zu werden .... unvergesslich!

16. Tag nach dem Unfall (MO, 23.3.2020):
Ein unvergesslicher Tag in dieser Reise der Selbstheilung. Ja, ich glaube noch daran.
Es war ein kalter Wind heute. Scharf kalter Wind. Kein "optimaler" Tag für eine Radfahrt, but who cares? So lange ich hier lebe - statt in einer große Stadt, wo man sich furchtet, auf die Straßen zu gehen, einkaufen zu gehen, in der Nähe von anderen zu sein usw - und nur wenige Menschen noch unterwegs sind, ich nutze diese Art der beweglichen Freiheit so gut ich kann und der verletzten Bein sieht so aus, dass er keine Entschuldigung mehr ist, um Zuhause auf der Sofa zu bleiben. Diese Ausflüge bedeutet die Heilung und das ist mein Fokus jetzt. Wieder auf die Beine ohne Hindernisse laufen zu können.
So, ich nahm heute das mountain bike mit all seinen 16 Kg. Ich fuhr 5 km entlang der See. Die Promenade, die berühmte Promenade der Zeller See am Grand Hotel war leer. Die Sonne strahlte. Ich genieß jeder Sekunde und als das andere Ende des Sees erreichte kam mir so ein sehr starkes Bewunderungs- und Liebesgefühl entgegen. Für all das, für den Augenblick, für mich in diesem Augenblick und in diesem Ort, bei diesem See und zwischen diese Bergen .... und Tränen kamen herunter. Glückstränen. Ein unglaubliche starkes Gefühl .....
Ich bieg nach links zu Maishofen und Kammerhof - wo meine Geschichte hier im Pinzgau vor zwei und halb Jahren so unerwartet und brutal startete. Aber das ist Vergangenheit, ich leide nicht mehr darunter.
Am Kammerhof vorbei nahm ich den Forstweg zum Kammeregg-Alm. Es sind drei Kilometer bergauf. 
Die gleiche Meditation von Dr. Joe Dispenza in den Ohren, die ganze Zeit.
Drei km push bike, zu radeln war kein Thema, ich wollte nicht riskieren. Ich will allerdings auch nicht schwitzen und eine Erkältung bekommen, das wäre ja viel zu kompliziert in diesen Zeiten ... testen, Karantäne und Chaos im Kopf. Nein, danke!
Heute konnte ich mich in der Meditation aber nicht verlieren so dass die drei km wirklich sehr lange waren. 
Ein Stück der Strecke wurde durch Erdrutschen unterbrochen und dort war mir zu unheimlich, so dass ich die laute Meditationsmusik in den Ohren und Sinnen abbrach. Ich brauchte die Geräuschen der Natur zu hören. Aus dem Hand oben waren die Reihen der dünnen, hohen Bäumen die so irgendwie an der Ruptur der Erde blieben. Jeder Moment könnte alles wegrutschen. Ich ging doch vorbei weiter und traf Schnee für eine Weile.
Nach etwa anderthalb Stunde erreichte ich den alten, charmanten Alm oben, wo man im Sommer eine Jause und ein Bier haben kann. Ob auch in den nächsten Sommer wohl ..... zur Zeit kann mann den Alm nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen, keinem anderes Fahrzeug gelingt es hierher.
Es war sonnig und windig. Kalter Wind. Scharf kalter Wind. Ich blieb halbe Stunde voller Dankbarkeit. Ich war in mich hinein. Aber nicht total. Die Gedanken flogen überall .... "es ist spät, ich soll zurück" oder "ich habe Hunger" oder "es ist mir kalt" und solche Sachen. So entschied ich doch den Ort zu verlassen. Sogar auf dem Fahrrad.
Sehr vorsichtig und mit dem verletzten Bein meistens vollgestreckt kam ich wieder am Füße des Berges und radelte genüßlich die 12 km zurück bis nach Hause, entlang des Sees vorbei an die Tauernklinik wo alles wie verlassen zu sein schien. Keine Bewegung durch die Stockwerken, kein Auto auf der Parkfläche, alle Balkons leer. Geisterhaus. Dort, auf dem Balkon im ersten Stock stand ich von Schmerzen erschöpft im September 2017. Das Bild kam und ging schnell weg, gut so. Hinten, wo die Ärzte und das ganze Personal parkt, waren natürlich viele Autos. Die Klinik ist nicht leer, nur still.
Bis nach Hause traf ich keine Menschenseele. Die fünf Kilometer entlang des Sees verlaufen im vollen Schatten und Wind und so empfand ich alles noch unheimlich. Mir war es kalt. Mir war es wichtig, gesund zu bleiben. 
Der Abend widmete ich einem warmen Bad mit Meditation & Visualisierung der Knieheilung, eine Stunde lang. Man spürt einfach die Elektrizität des Körpers wie eine Hülle und im linken Bein war dieses Feld stärker, kräftiger.
Ich setzte die Schiene über Nacht ein, das gab mir ein Sicherheits- und Stabilitätsgefühl.

17. Tag nach dem Unfall (DI, 24.3.2020):

Zuhause geblieben. Ruhig. Meditationen für etwa drei Stunden. Ich trug die Schiene. Mein Gefühl war, die Bänder haben zueinander gefunden und stabilisieren sich. Ob Gefühl, Tatsache oder nur Wunsch ..... ich kann es nicht genau wissen, wer kann schon?
Die Tatsache ist, ich kann normal gehen, auch wenn vorsichtig und ziemlich bewusst bei jeder Bewegung. Es ist nicht so, dass ich in der Früh die Augen aufmache und buchstäblich aus dem Bett ins Badezimmer springe. Das tue ich seit lange Zeit sowieso nicht mehr. Augen auf, alles wahrnehmen, Körper wahrnehmen, die Gedanken begrüßen und eine Weile rasten. Dann geht's los.

18. Tag nach dem Unfall (MI, 25.3.2020):

Obwohl heute keinen Berg unter die Rädern kam, war ein Tag indem ich mein Glück forcierte. Es fühlte sich aber alles stabil an. Ich wollte die Emotionen verlängern. Die verlaufen doch so unterschiedlich draußen, die bekomme ich im Haus gar nicht. Diese Zeiten werden unvergesslich bleiben. Die sind jetzt schon melancholisch  und beinhalten eine Mischung von Trauer, Leid, Unsicherheit, Unstabilität, Zusperre, Hoffnung, Dankbarkeit. Heute war der Tag, wenn ich die Angst losließ.  Der Tag wenn ich  mich freiwillig in der Klinik zur Verfügung stellen könnte. So viele Menschen stehen dem Gefahr ins Gesicht: die Verkäufer in den Lebensmittelgeschäfte, die Post-Lieferanten und andere Lieferanten, die Ärzte  Schwestern und Sauberkeitsleute in den Kliniken, Krankenhäuser, Ordinationen, die Polizisten, die Schaffner, die Bus & Co. Fahrer.
Es war sonnig. Die Nacht war gut. Die Schiene weg. Noch kalt. Ich war froh. Ich war froh über alles. Ich konnte essen, frühstücken. Ich wollte wieder flüchten. Von Zuhause flüchten. Ich fuhr mit dem Rad nach Kaprun - 6 km - und dann weiter zum Sigmund-Thun-Klamm, wo ich so oft so gerne gelaufen bin (von Kitzsteinhorn kommend). 
Kaprun geschlossen zu erleben ist echt einmalig. Alle Hotels, alle Höfe, alle Restaurants und Bars, alle Talstationen ..... keine Bewegung. Ruhig und still. Und windig und kalt. Tauern Spa geschlossen. Keine Busse, keine Autos. Postamt geschlossen. Alles.
Auf der rechte Seite des Klammsees wird der Weg neu gemacht, eine Runde ist zur Zeit also nicht möglich, so musste ich das schwere Rad über die steilen Holztreppen über die Brücke am Ende des Klammes schleppen um auf der linke Seite des Sees zu gelangen. Dort wo meine Lieblingsbank liegt. Mit der starke Meditation in den Ohren blieb ich am See und ging, fuhr, tanzte und erlebte etwa eine Stunde lang. Heilungsritual. Die Kälte schickte mich nach Hause, trotzdem ich konnte nicht weg. Ich fuhr weiter zum Talstation Kitzsteinhorn und dann Richtung Kesselfall, zu die Stauseen-Startpunkt. Ich verweilte dort für eine Weile und dann fuhr ich doch nach Hause zurück. Es war einfach zu kalt und ich war nicht so passend angezogen, genau deswegen, weil ich das Schwitzen vermeiden will.
Ich hielt bei Hofer kurz an, Tomaten und Zwiebel zu kaufen. Zwei Einkäufer im Geschäft. Die Kassiererin trug eine Atmungsmaske und Handschuhe. Die Angst, angefasst zu werden und Sachen anzufassen bekommt eine 2. Natur von uns. Ich dachte: OK, ich habe die Handschuhe drauf. Die kommen im Kontakt mit alles. OK, aber der Virus stirbt, er ist kein lebendes Wesen. Ja, aber er überlebt einige Stunden. Überlebt er auf die Handschuhe? Auf die Schuhe? Bring ich ihm im Haus? Verrückt ....

19. Tag nach dem Unfall (DO, 26.3.2020):

Zuhause. Ich ging am Abend draußen. Wie im Winter angezogen. Zwei Wollen-Pulis, richtige Handschuhe, die Mütze aus Nepal, kurze Stiefel. Ich ging 1,5 Km zum Feld, wo ich meine tanzende Meditation durchführte. 
Es war als ich die einzige Überlebende auf der Erde war. Dämmerung. Windig. Kalt. Öde. ABER: wie man sieht, ich kann den Knie beugen - wow!!

20. Tag nach dem Unfall (FR, 27.3.2020):
Zuhause. Ich habe im Moment nichts mehr zu erzählen. Ich verspüre keine Schmerzen und nur sehr leichte Bewegungshindernisse im Bein. 
Es gibt Momente, wo der Bein sich "fremd" anfühlt. Bestimmte Bewegungen kann ich noch nicht vervollständigen, wie z.B. ohne Unterstützung vom Boden mich auf die Beine zu stellen. Eine vollständige Yoga-Position kann ich auch nicht nehmen. Es könnte noch 3-4 Wochen dauern, ich weiss es einfach nicht.
Kniebeuge sind absolut möglich, aber z.Z. nicht mehr 200 am Stück, sondern 10 am Stück. 
Ich konnte problemlos auf einem Stuhl steigen, da ich von einem oberen Schrank etwas benötigte. Ich habe absichtlich den verletzten Bein eingesetzt. Alles gut gelaufen als wäre nie etwas gewesen. 
Laufen/rennen geht es nicht, maximal 30-40 m - heute versucht, 5 x je 20 meter.
Mein Gefühl ist, die Bänder verbinden sich und heilen, auch wenn es als unmöglich erscheint .... 
Nächste Woche habe ich Termin in der Klinik, mal sehen dann wie alles wissentschaftlich aussieht :-)

Sa, 18. April 2020 - 6 Wochen nach dem Unfall:
Ab heute kann ich wieder langsam laufen, ich bin eben von Draußen gekommen. Ich bin 9 km gegangen und 1 km gelaufen. 
Weitere Details werde ich ergänzen (was der Chirurg am 6. April festgestellt hat und wie er mich gefragt hat: "Was bedeutet holistische Heilung, was haben Sie gemacht?!" :-)).
Am Ende der Untersuchung hat er ein Kurzbericht diktiert:
"Die Patientin ist selbst Trainerin und hat von alleine mit Physiotherapie schon angefangen. Keine Risiken, keine Medikamente, sie heilt sich selbständig. Die Schiene wird weiterhin für noch drei Wochen eingesetzt, Gehen ist erlaubt. Kein Laufen und kein Fahrradfahren. Nächster Termin am 20. April 2020).
So, 19. April 2020 - IMVR3 (Ironman Virtual Race)
Es ging heute um einen virtuellen Duathlon. Man hatte praktisch 2 Tage Zeit, die vorgegebenen Distanzen abzudecken. 
Ich lief also 1,5 km (10')
Ich radelte 20 km mit meinem mountain bike (60')
Ich ging 5 km - der Knie war schon überfordert - 40'

So, ich denke, dass mein Heilungsbericht damit ein Ende erreicht. Und dass ich die Kniekontrolle morgen nicht mehr nötig habe :-)
Donnerstag, 7. Mai 2020 - genau zwei Monate nach dem Unfall:
# 3 km gelaufen
# 10 km gegangen (von Schüttdorf Richtung Bruck - Thumersbach via Erlenhof oben - durch den Wald nach Thumersbach und zurück nach Schüttdorf)
# 300 m Aufstieg
# 20 Kniebeugen (Suomo)
# 30 Ausfallschritte nach vorne
# 30 Ausfallschritte rückwärts.
Man spürt schon, dass der linken Knie verletzt war, daher habe ich mit dem Lauf nicht insistiert. Drei km am Stück ist schon viel, der Meniscus braucht nicht unbedingt diesen Stress jetzt. Ich schätze, in 1-2 Monate wird alles picco bello sein. 
Sehr glücklich mit der aktuelle Leistung!

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Angewendete Quellen:
lateinische-diagnose.html
wintersportverletzungen-knie

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