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Dienstag, 31. Oktober 2023

Single zu sein .....

Single zu sein und gut schlafen zu können, ist besser als schlaflose Nächte durchzumachen wegen jemandem, dem du egal bist. Gleichgültigkeit macht seelisch krank. Und wenn die Seele erkrankt, stirbt langsam auch der Körper ab.

Single zu sein und noch nicht den richtigen Menschen gefunden zu haben, ist besser, als man sich selbst zu erzählen, dass ein giftiger (egal auf welcher Weise) Mensch dich liebt und sich irgendwann zum Guten ändern wird. Nicht alle haben die Fähigkeit an sich selbst und an ihre Beziehung(en) so zu arbeiten, dass sie die Beziehung(en) auf die gleiche Augenhöhe aufbauen. Dominanz schafft nur unterwürfige Beziehungen. Wie lange hältst du das aus, wenn du immer mehr oder weniger dominiert und manipuliert wirst (egal auf welcher Weise)?

Single zu sein und sich selbst zu lieben, ist besser, als darauf zu warten, dass es jemand anderes tut. Wer dich nicht lieben kann, ist es nicht Wert, ihm/ihr Platz in deinem Herz zu machen. Vergeude deine Lebenszeit nicht damit. Gibt eine Chance, aber bleib aufmerksam und entscheide dich rechtzeitig.

Du kannst von jemandem nichts erwarten, was du selbst nicht bereit bist zu tun. Deshalb liebe zu aller erst dich selbst und dann liebe den anderen, wie du dich selbst liebst. Bedingungslos zu lieben ist eine wertvolle Gabe. Das heißt aber nicht, im Namen deiner Liebe alles zu dulden, denn dann bist du (seelisch) mit den Füßen getreten und stürzest ab.

Lieber als Single als in einer komplizierten und verwirrenden bzw. irreführenden Beziehung zu stecken. Nicht zu wissen, wo du in deiner Beziehung liegst weil der andere dir keine klare Signale gibt und jegliche Kommunikation vermeidet oder/und manipuliert, so dass alles im Nebel bleibt, führt zu Interpretationen und unnötigen Energieverlust. 

Es ist besser alleine glücklich zu sein, als mit jemandem der nicht bereit ist, dir das zu geben, was du wirklich verdienst. Ohne geben und nehmen überlebt keine gesunde Beziehung.

Single zu sein ist eine Wahl, die du für dich triffst, weil du weisst, was du willst, was Du brauchst und was Du verdienst. Wertschätze dich richtig und bleib dir treu.

Single zu sein ist Deine Wahl, auch wenn Du oft das nicht erkennst.

Eine ungewollte „Familie“ oder toxische Beziehung ohne wirklich gefühltes Glück ist Karma, weil du nicht auf deine innere Stimme gehört hast.


Achte auf dich und bleibe nur mit dem richtigen Menschen, auch wenn du dich in den unpassenden verliebt hast. 


Sei mit jemandem, der bis in deinen Tiefen erfahren will, wie du wirklich bist und dem du nicht gleichgültig bist. "Freue ich mich wenn du kommst, wenn du nicht kommst, ist auch gut." 


Sei mit jemandem, der dich von Anfang an wissen lässt, ob er echte Absichten mit dir hat. Sprich darüber. Lass Zeit, aber nicht unendlich lange Zeit. Lass die Sachen nicht so in die Luft schweben, es bringt nichts. Wenn der andere Klarheit vermeidet, dann etwas stimmt nicht. Lass keinen dein Leben führen. In einer Beziehung gibt es "wir", nicht nur "ich", denn sonst würde jeder nur mit sich selbst bleiben.


Sei mit jemandem, der nicht nur ein „Liebhaber“ ist, sondern ein Freund, ein Partner, ein Mentor, jemand, zu dem du kommen kannst, wenn das Leben so schwer ist und du das Gefühl hast, aufzugeben, und der dann da ist, um dich wieder auf die Beine zu bringen. Jeder braucht das im Leben und wahre Freundschaft ist unbezahlbar. Wenn es dir nicht so gut gut und dein Lebenspartner seine eigene Sachen weitermacht, als nichts geschehen worden ist und er durchs Haus so singt - auf diese fehlende Empathie kannst du sicherlich verzichten.


Sei mit jemandem, der dich und deine Familie respektiert.


Sei mit jemandem, für den du keine Anstrengung darstellst.


Sei mit jemandem, der sich Zeit nimmt, wenn du krank bist, um sich um dich zu kümmern.


Sei mit jemandem, der dich motiviert, es im Leben besser zu machen, denn Beziehungen sind mehr als nur Verliebtsein.


Es geht darum, sich gegenseitig dazu zu inspirieren, Tag für Tag eine bessere Version von sich selbst zu werden.


Bleib mit jemandem, der geduldig mit dir ist und sich von Moral, Warmherzigkeit, Liebe und Vernunft leiten lässt.


Bleib mit jemandem, den du nicht nur lieben, sondern mit dem du wachsen kannst, von dem du lernen und mit ihm neue Erfahrungen teilen kannst.


Sei mit jemandem, der bereit ist, dich zu verstehen.


Sei mit jemandem, der zugibt, wenn er sich geirrt hat. Der dir offen und oft und klar sagen kann, dass er dich vermisst, dass er dich liebt, dass er falsch gehandelt hat.


Sei mit jemandem, der versteht, dass es nicht darum geht, dir die Welt zu schenken, sondern dir das Gefühl zu geben, dass du der wichtigste Mensch darin bist.


Sei mit jemandem, der dein Herz auf eine Weise berührt, die du nie für möglich gehalten hättest. Und dem du sein Herz ebenfalls auf eine Weise berührst, die er nicht mehr für möglich gehalten hätte, denn zu einen Tango gehören zwei.


Was oder wen auch immer du wählst, wähle weise. Für DICH.

Freitag, 29. September 2023

Die zwei Wölfe in Dir

Ein alter Indianer sass mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. 
Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten. 
Nachdem sie beide eine Weile geschwiegen hatten, sagte der Alte:

«Weisst du, in deinem Leben wird dir vieles widerfahren sowie auch mir vieles widerfahren ist. 
Manchmal fühlt es sich an, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen gegeneinander kämpfen würden.

Der eine Wolf ist der Wolf der Dunkelheit, der Ängste, des Misstrauens und der Verzweiflung. Er bringt dir böse Träume, viel Leid und Schmerz. 
Der andere Wolf ist der Wolf der Lebensfreude, der Hoffnung und der Liebe. 
Er bringt dir die guten Träume, schenkt dir Mut und Hoffnung, er zeigt dir den Weg und gibt dir weisen Rat. 
Diese beiden werden die Zähne fletschen, sich umkreisen, sich an die Kehle gehen bis einer kraftlos zu Boden sinkt.» 
Dann schwieg der Alte wieder.

Der Junge fragte voller Ungeduld: 
„Erzähl weiter, Grossvater, welcher Wolf wird den Kampf um das Herz gewinnen?“

Der Alte lächelte und sagte: 
„Der Wolf, der am häufigsten gefüttert wird. Darum lebe achtsam und lerne beide Wölfe gut kennen. 
Und dann wähle jeden Tag von Neuem, welchen Wolf Du füttern möchtest.“
(alte Indianerweisheit)

Dienstag, 31. Januar 2023

Woher die seelischen Verletzungen kommen ...

Das Jahr 2022 endete mit einer Stille, die unerwartet kam, obgleich sie sich ankündigte wie jener eigentümliche Windstille-Moment inmitten eines Orkans, in dem die Luft plötzlich stagniert. Es fügte sich schließlich alles nach meinem Wunsch, wenngleich ich den Pfad, der dorthin führte, gewiss nicht so gewählt hätte. Eine plötzliche Krankheit befiel mich, und so gesprächig das Fieber im Inneren auch war, schenkte es mir gegen außen jene fast absolute, unangreifbare Ruhe für die gesamte Weihnachtszeit.

Mitte Dezember sagte ich zu ihm: „Ich will dieses Jahr keinen Weihnachtsbaum.“

Er fragte nach dem Warum, verlangte nach Gründen, als gälte es, einen Antrag zu prüfen.

Ich schwieg einen Augenblick. Dann sagte ich: „Wir… unsere Beziehung zum Beispiel …“

Ein kurzes, trockenes „Tja“ entwich ihm. Er würdigte mich keines Blickes, starre an mir vorbei in den Raum und versetzte: „Das ist eine sehr breite Behauptung.“ Danach kam nichts mehr. Ein tiefes, totes Vakuum. (Denn Narzissten manipulieren durch Schweigen und Gaslightning. Ich wusste damals nichts davon.)

Was hätte auch kommen sollen? Nichts weiter als das, was ich seit über einem Jahr auf den Tisch zu legen versuchte, offen, ungeschminkt und ohne Schutzschild. Doch nun war es wohl etwas zu spät dafür. Wir wussten beide längst, worum es ging. Er versuchte mir seit jeher einzureden, meine Wahrnehmungen seien bloß Gespinste, Hirngespinst und wilde Fantasie; so manipulierte er systematisch das Gefüge dessen, was wir ein gemeinsames Leben nannten. Und ich? Ich sagte mir in einer Mischung aus Geduld und Selbstbetrug: Gut, er braucht eben noch Zeit. Wir brauchen Zeit. Mal sehen, welche Lektion mir das Schicksal hier noch erteilen will.

Ich verstand das Spiel noch immer nicht in seiner gänzlichen Ausmaß. Ich hatte von Beginn an gewusst, dass diese Verbindung für ihn die Heilung bedeuten könnte. Was ich jedoch in meiner verhängnisvollen Nachsicht nicht erkannte, war die schlichte Realität: Dass ich verletzt, entleert und zerbrochen zurückbleiben werde – und dass da absolut niemand sein würde, der mir die Hand reicht, um mich aus den Trümmern zu ziehen. (und so geschah es).

Ich versuche bis heute, alles zu durchdringen, zu lernen und die Dinge in mir so umzustrukturieren, dass der Schaden nicht vollends irreparabel bleibt. 

Es war ein paradoxer Zustand: Seit fast zwei Jahren nährte er sich schon an meiner Substanz, zehrte von meiner Empathie, bedingungslosen Liebe, meiner Geduld und meiner Lebenskraft, um seine eigenen inneren Wunden zu kitten. Doch während er meine Energie wie ein Schwamm aufsaugte, stellte er sich zugleich mit einer erstaunlichen, beinahe bösartigen Sturheit quer und kämpfte mit aller Macht gegen eben jenen Genesungsprozess an, den ich ihm mit meiner Lebensfreude, Verständnis und Herzenswärme zu ermöglichen versuchte. Er nutzte mich als Nährboden für seine Heilung, verweigerte sich jedoch jeder Einsicht, wies jede Verantwortung von sich und sabotierte stur genau das, was ihn hätte retten können – während ich, leergemacht und erschöpft, am Rand seines Schauspiels zurückblieb. Ich spüre jeden seiner inneren Ausweichmanöver, trotz all seiner absurden, reflexartigen Dementis. 

Für wie ahnungslos kann man einen Menschen eigentlich halten? Man kann darüber im Grunde nur noch lachen. Ein lautes, freies, fast therapeutisches Lachen über die Absurdität dieser Inszenierung. 

Wie viel Zeit muss vergehen, bis man endlich den Entschluss fasst: So, ab jetzt werde ich verdammt noch mal glücklich sein, denn ich habe es mir schlicht verdient? Mangelnde, verweigerte Kommunikation tötet am Ende alles.

Heute vor genau zwei Jahren sprach er mich zum ersten Mal an. Es war der 31. Januar 2021, und ich ließ mich damals ohne Zögern in diesen Strudel fallen.

Nachtrag, 30. August 2026: 

Die gesamte Geschichte war von der ersten Sekunde an eine reine Illusion. Er hatte schon bei unserem allerersten Treffen Anfang Februar 2021 gelogen. Er hatte eine perfekt orchestrierte, berührende Tragödie über sein angebliches Drama parat – eine Erzählung, die so geschickt gewoben war, dass vermutlich jede Frau, die ein offenes Herz gehabt hätte, in dieses ausgelegte Netz gestürzt wäre.

Ich brauchte drei volle Jahre, um zu begreifen, dass ich mit einem Narzissten zusammen war. Anfang 2024 stolperte ich über die ganze Wissenschaft und über die ganzen Studien über Narzissten. Meine Recherchen wurden mein Lebenssinn als Heilungsmittel. Mein Verstand benötigte danach noch ein weiteres Jahr des zweifelnden Hin und Her (Trauma Bonding), um die unbarmherzige Realität dieser Persönlichkeitsstörung in einem menschlichen Wesen anzunehmen. 

Und mein Körper? Er brauchte noch einmal zwei Jahre stummer Arbeit, bis sich endlich die erste, spürbare Heilung in meinen Knochen und meiner Haut einstellte. 

Eine der zerstörerischsten Geschichten meines Lebens schreibt sich nun selbst in Büchern nieder.

I'm WATCHing YOU!! :-)